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Auch im Februar hat das US-Landwirtschaftsministerium USDA wieder alle aktuellen Entwicklungen der wichtigsten Getreidesorten auf dem Weltmarkt in einem monatlichen Bericht zusammengefasst. Die Veränderungen hinsichtlich Produktions- und Handelsmenge, Endbestände sowie Verbrauch und Preise von Weizen, Mais, Raps und Sojabohnen und deren Hintergründe stellen wir im Folgenden übersichtlich für sie dar.

Weizenpreis steigt mit Verzögerung

Da die Weizenproduktion im Februar als sinkend prognostiziert wird, der Verbrauch aber steigen soll, sind die Weizenpreise an der MATIF nach anfänglichem Einbruch, doch gestiegen. Nach Veröffentlichung des USDA-Berichts am 09.02.2022 sanken die Preise zunächst um 2 Euro auf 263 Euro pro Tonne, doch mittlerweile sind diese wieder um mehr als 10 Euro auf 274 Euro pro Tonne angestiegen. Der Produktionsrückgang von 2,2 Mio. Tonnen lässt sich hauptsächlich auf einigen Staaten des nahen Ostens zurückführen, in denen alleine bereits 1 Mio. Tonnen weniger Weizen geerntet werden konnten. Gründe dafür sind die anhaltende Trockenheit in Gebieten wie Syrien und dem Irak. Der Weizenverbrauch stieg demgegenüber um 0,6 Mio. Tonnen. Ein deutlich geringerer Verbrauch von 1 Mio. Tonnen weniger Futterweizen in China konnte durch den deutlich höheren Bedarf von 1,7 Mio. Tonnen mehr Futterweizen in Kanada mehr als ausgeglichen werden. Mit dem Export von 7 Mio. Tonnen Weizen, was einer Steigerung von über 1,7 Mio. Tonnen entspricht, hat Indien einen persönlichen Rekord aufgestellt. Der globale Produktionsrückgang in Verbindung mit dem höheren Verbrauch führt dazu, dass die globalen Lagerendbestände an Weizen wieder sinken und ein 5-Jahres-Tief erreichen. Besonders stark sanken die Lagerbestände in Kanada (2 Mio. Tonnen) und Indien (1,75 Mio. Tonnen). Die gestiegenen Lagerbestände in China (1 Mio. Tonnen) konnten den Rückgang nicht ausgleichen.

Maispreis bleibt relativ stabil

Für Februar wird ein weiterer Produktionsrückgang von 1,6 Mio. Tonnen bzgl. des Mais prognostiziert. Dieser ist hauptsächlich auf die schwierigen Anbaubedingungen in Südamerika zurückzuführen, wo alleine in Brasilien die Produktion um 1 Mio. Tonnen zurückgegangen ist. Die anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen sorgen auch für eine geringere Erntemenge in Paraguay. Die globalen Endbestände sind demnach ebenfalls weiter geschrumpft – um 0,85 Mio. Tonnen. Das liegt ebenfalls an den geringeren Lagerbeständen in Brasilien (-0,9 Mio. Tonnen), die durch die steigenden Endbestände in Argentinien (+0,3 Mio. Tonnen) nicht komplett ausgeglichen werden konnten. Da der Verbrauch aber ebenfalls in ähnlichem Maße gesunken ist, gab es keine großen Veränderungen bzgl. des Maispreises an der Börse in Paris. Nach der Veröffentlichung des USDA-Berichts gab es eine kleine Fluktuation, aber mittlerweile befindet sich der Maispreis bei knapp über 252 Euro und damit nur ca. 1 Euro über dem letzten Stand vom 08.02.22.

Weiterer Produktionseinbruch bei Sojabohnen, Rapspreis fällt weiter

Nachdem bereits im letzten Monat aufgrund von Trockenheit in Südamerika die Produktion von Sojabohnen deutlich zurückgegangen ist, sinkt sie nun im Februar erneut um fast 9 Mio. Tonnen. Die Dürre in Südamerika ist dafür weiterhin der ausschlaggebende Grund und der deutlichste Rückgang der Erntemenge ist mit 5 Mio. Tonnen erneut in Brasilien erkennbar. In Argentinien und Paraguay ging die Produktion aber ebenfalls um 3,7 Mio. Tonnen zurück. Die daraus resultierenden geringeren globalen Endbestände (-2,4 Mio. Tonnen) sowie Exporte (-5,7 Mio. Tonnen) in Verbindung mit den steigenden Preisen, führen ebenfalls zu geringeren Importen, wie man an China (-3 Mio. Tonnen) und auch Argentinien (-1,4 Mio. Tonnen) erkennen kann. So stieg der Preis für Sojabohnen an der Börse in Chicago nach der Veröffentlichung des USDA-Berichts zunächst von 1569 US-Dollar auf 1594 US-Dollar, befindet sich aber mittlerweile im freien Fall und hat am heutigen Dienstag bereits Tiefstwerte von 1554 US-Dollar erreicht. Demnach ist der Sojabohnen-Preis derzeit nur sehr schwer zu prognostizieren.

Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass die Rapsproduktion in Indien mit einer Zunahme von 1,3 Mio. Tonnen weiterhin rasant steigt. Das führte im Vergleich zum Vormonat zu einem weiteren Preisrückgang. Im Januar ist der Rapspreis bereits innerhalb von wenigen Tagen nach Veröffentlichung des USDA-Berichts um 50 Euro auf 721 Euro gefallen und befand sich vor der Veröffentlichung des USDA-Berichts vom Februar bereits nur noch bei 677 Euro pro Tonne. Der Preis stieg zwar in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung kurz, befindet sich mittlerweile nur noch bei ca. 680 Euro – mit fallender Tendenz.

Empfehlungen für Sie

Der Rapspreis befindet sich in einem voraussichtlich kurzen Zwischenhoch, weshalb wir Ihnen empfehlen können jetzt schon Ihren Raps zum Verkauf auszuschreiben. Da die Weizenpreise derzeit steigen, sollten Sie hier mit dem Kauf nicht zu lange warten bevor der Preis noch weiter steigt. Demgegenüber sind die Sojapreise derzeit nahezu unberechenbar, weshalb es hier sehr schwierig ist, eine vertrauenswürdige Aussage zu treffen. Wenn Ihnen der derzeitige Kurs jedoch nicht zu teuer erscheint, kann es sich auch hier lohnen, aktiv zu werden, denn die Preisentwicklung der nächsten Wochen kann sich in jede Richtung entwickeln. Bei agrimand können Sie Ausschreibungen über all diese Produkte erstellen und darüber hinaus sogar von einigen Blitzangeboten Gebrauch machen. Unter dem folgenden Link kommen Sie direkt zu Ihrer Ausschreibung: 

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Quellen: 
(Kaack-Terminhandel, 15.02.2022, Weizenpreis – MATIF-Weizen – aktueller Weizenpreis (kaack-terminhandel.de)
(Kaack-Terminhandel, 15.02.2022, MATIF-Mais – aktueller Maispreis | Maiskurs | Mais-Chart (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 15.02.2022, Rapspreis – MATIF-Raps – aktuelle Rapspreise | Rapskurs (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 15.02.2022, CBot-Sojabohnen – aktuelle Soja / Sojabohnenpreise | Sojakurse | Sojachart (kaack-terminhandel.de))
(US Department of Agriculture, WASDE Report | USDA)
(Zinke, Agrarheute, 09.02.2022, Getreidepreise: Verwirrung beim Weizen – Preisrallye bei Soja und Raps | agrarheute.com)