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Die landwirtschaftlichen Verwendungsmöglichkeiten von Pflanzenkohle aus Kakaoschalen oder anderen Holzherkünften sind vielfältig. Neben der Verwendung als Zuschlagsstoff für Komposte, Erden, Substrate und Düngemittel, kann sie ebenfalls als Biogasadditiv und sogar als Einstreu und Futtermittel eingesetzt werden.

Pflanzenkohle als Zuschlagsstoff für Komposte, Erden, Substrate und Düngemittel

Die Schwammstruktur der Pflanzenkohle bietet nützlichen Mikroorganismen und Pilzen einen Lebensraum und nimmt mit dem natürlichen Nährstoffmix einen positiven Einfluss auf die Vitalität und Fruchtbarkeit des Bodens. Zusätzlich werden Schadstoffe gebunden, Nährstoffverluste reduziert und die Wasserspeicherkapazität des gesamten Systems erhöht. Durch die hohe elektrische Leitfähigkeit wird die Kationenaustauschkapazität des Bodens positiv beeinflusst.

Als Zuschlagsstoff bewirkt Pflanzenkohle darüber hinaus eine Verbesserung der symbiotischen Aktivitäten zwischen Mikroflora, Mikrofauna und den Kulturpflanzen. Das wiederum führt zur Unterstützung von physikalischen und chemischen Eigenschaften eines Kulturbodens inklusive der Humusbildung. Außerdem wird durch die Verwendung der Pflanzenkohle Kohlenstoffdioxid langfristig im Boden gespeichert und liefert somit einen risikolosen Beitrag zum Klimaschutz.

Mit einer Aufwandmenge von 10-25% der Gewichtsmenge, kann Pflanzenkohle zu allen Komposten, Erden, Substraten & Düngemitteln beigemischt werden.

Zwei Hände halten Erde mit Pflanzenkohle und einer daraus entstandenen Pflanze.

Pflanzenkohle als Biogasadditiv

Ein weiterer potenzieller Einsatzbereich von Pflanzenkohle liegt in der Verwendung als Biogasadditiv. Pflanzenkohle wirkt als eine Art natürlicher Migulator zur Regulierung, Beschleunigung und Stabilisierung von chemischen und biologischen Prozessen. Außerdem wird durch die Verwendung von Pflanzenkohle der bakterielle Siedlungsraum erhöht, Prozessinhibitoren werden gebunden und das Gesamtsystem entlastet.

Pflanzenkohle wirkt unterstützend bei dem Elektronentransfers zwischen Enzymen und hilft somit bei der effizienteren Verwertung des Substrateinsatzes sowie der Steigerung der produzierten Gasmenge. Der pH-Wert des Inputsubstrats wird stabilisiert und zusätzlich findet eine Steigerung der Gärrestqualität als Wirtschaftsdünger statt.

Zur Anwendung von Pflanzenkohle als Biogasadditiv wird empfohlen, Rücksprache mit dem jeweiligen Produzenten zu halten und die Pflanzenkohle an den jeweiligen Fermentationsprozess anzupassen.

Pflanzenkohle als Einstreu und Futtermittel

Für Kühe und Pferde wird jeweils empfohlen 100-300g Pflanzenkohle pro Tag dem Futter beizumischen.

Neben den bereits genannten Verwendungszwecken, kann Pflanzenkohle darüber hinaus auch als Einstreu sowie als Futtermittel in der Landwirtschaft fungieren. Pflanzenkohle ist dazu in der Lage, den pH-Wert des Futters und des Verdauungstrakts zu stabilisieren und für eine ausgewogene Mikrobiologie im Magen und Darm zu sorgen. Zusätzlich wird eine effizientere Nährstoffausnutzung aufgrund des hohen RedOx-Potentials der Pflanzenkohle bewirkt. Durch die Bindung der Stickstoffoxide findet eine Verbesserung des Stallklimas statt und die Gärrestqualität als Wirtschaftsdünger wird gesteigert. In Bezug auf einen ruhigen Tierbestand kann durch die Verwendung von Pflanzenkohle als Futtermittel eine Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Fruchtbarkeit stattfinden.

Futterkohle sollte für den dauerhaften Verzehr dem Futter hinzugefügt werden. Dabei unterscheidet sich die Menge je nach Tierart. Für Rinder und Pferde wird beispielsweise empfohlen 100-300g pro Tier pro Tag dem Futter hinzuzufügen. Bei Schweinen sollte die Menge zwischen 20-60g pro kg Futter liegen, bei Schafen 30g pro kg und bei Mastegflügel lediglich bei 10-25g pro kg Futter. Kleintiere sollten nicht mehr als 2-3g pro Tag verzehren.

Individuelle Fragen zur Verwendung von Pflanzenkohle?

Bei spezifischen Nachfragen zu den Einsatzmöglichkeiten von Pflanzenkohle im landwirtschaftlichen Bereichen, schreiben Sie uns gerne eine Mail an redaktion@agrimand.com.