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Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist oftmals nicht besonders umweltfreundlich. Doch ohne Pflanzenschutzmittel gerät die Ernte in Gefahr. Die Europäische Union möchte jetzt den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Landschaftsschutzgebieten im Rahmen des sogenannten Naturwiederherstellungsgesetzes verbieten. Während es in Schutzgebieten zu einem Komplettverbot kommen wird, soll auch außerhalb davon der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln halbiert werden. Dafür sollen sich die Mitgliedsstaaten, wenn es nach der EU-Kommission geht, verpflichten müssen.

Pflanzenschutzmittel gefährden die Biodiversität

Aktuelles Verbot von Pflanzenschutzmitteln

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans, sagt dazu: „Die Wissenschaft ist klar: Der Verlust von Biodiversität bedroht unsere langfristige Ernährungssicherheit.“ Deshalb sei eine Reduktion der Pflanzenschutzmittel unumgänglich und somit auch Teil des EU-Umweltpaketes. Komplett verboten werden sollen Pflanzenschutzmittel in sogenannten Natura 2000 Gebieten. Dazu zählen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete und Vogelschutzgebiete. Letztere sind bisher von keinen Einschränkungen, wie etwa dem Insektenschutzpaket, betroffen.

Gegenstimmen werden lauter

Doch es gibt auch Gegenwind. Ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln „bedeutet für ganz Deutschland wirklich, dass wir dahin steuern, dass wir uns mit Nahrungsmitteln, mit Brot und Getreide, nicht mehr werden selbst versorgen können.“ sagt die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast von der CDU.

Aktuelles Verbot von Pflanzenschutzmitteln

Die Landwirte protestieren mit Blockaden und Traktorfahrten gegen das geplante Verbot, denn wenn es zu einer geringeren Ernte kommt, werden die Preise für Lebensmittel weiter steigen. Zudem gibt es seit Beginn des Krieges in der Ukraine bereits weltweite Lebensmittelengpässe. Auch hier macht sich die Sorge breit, dass sich die Lage weiter zuspitzen könnte.

Kompromiss für Landwirtschaft und Naturschutz

Der aktuelle Plan der Politik bedroht die Existenz der Landwirte. Gerade durch das Verbot von Pestiziden in Landschaftsschutzgebieten könnte es zu einer Stilllegung von Flächen kommen. Außerdem müssten eventuell die Tierbestände halbiert werden.

Der Vorschlag, die Pflanzenschutzmittel zu verbieten, sorgt also für jede Menge Ärger.

Statt Pflanzenschutzmittel komplett zu verbieten, könnte es auch ausreichen, deren Einsatz zu verringern. So könnte etwas zum Umweltschutz beigetragen werden, die Ernte wäre aber trotzdem gesichert. Somit würden die Interessen der Landwirtschaft und des Naturschutzes miteinander verbunden werden.

Quellen:

NDR, 16.08.2022; Geplantes Verbot von Pflanzenschutzmitteln stößt auf Kritik

NDR, 16.08.2022; Landwirte protestieren in Northeim gegen EU-Agrarpolitik

Wochenblatt, 29.06.2022; Keine Pflanzenschutzmittel in Schutzgebieten​