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Preisentwicklungen von Getreide

Der folgende Beitrag wird laufend aktualisiert, um Sie über alle Entwicklungen der Getreidepreise auf dem Laufenden zu halten.

27.07.2022:

Dürre in Europa und starke Nachfrage führt zu starkem Anstieg der Getreidepreise

An der europäischen Terminbörse in Paris stiegen die Getreidepreise extrem stark. Mais legte um 19€ auf 349 Euro pro Tonne zu und auch der Weizenpreis stieg um 13€ auf 345 Euro pro Tonne. Gründe dafür waren einerseits die Dürre in vielen Teilen Europas. Dadurch wurde der Umfang der Maisernten auf eine deutlich geringere Zahl korrigiert. Zusätzlich findet eine vermehrte Nachfrage nach europäischem Weizen aus nordafrikanischen und asiatischen Ländern statt. Insgesamt wurden bereits ca. 1,4 Millionen Tonnen mehr Weizen aus der EU an sog. Drittländer geliefert. Darüber hinaus hatten große Weizenimporteure wie z.B. Marokko in diesem Jahr eher schlechte Ernten. Zunehmende Bedeutung erlangt die europäische Ernte auch, weil immer noch nicht klar ist, ob das Getreide aus der Ukraine trotz des unterzeichneten Abkommens wirklich exportiert werden kann.

Die Preise von Getreide steigen deutlich

25.07.2022:

Raketenangriff auf ukrainischen Hafen führen zu erneuten Preisanstiegen

Der russische Angriff auf den ukrainischen Hafen in Odessa, aus dem die Getreideexporte nach Europa stattfinden sollen, sorgt für allgemeine Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen Umsetzung der Transporte und stellt zudem die Dauer der geplanten Exporte in Frage. Diese entstandenen Zweifel haben zu einem erneuten Anstieg der Getreidepreise geführt. Die Ukraine teilte aber mit, dass die Wiederaufnahme der Getreideexporte fortgesetzt werde. Derzeit blockieren aber noch rund 80 Schiffe den Hafen, die zunächst den Hafen verlassen müssen damit andere Schiffe in den Hafen einfahren können, um Getreide aufzuladen. In dem Abkommen wurde u.a. auch festgelegt, dass der Transport des Getreides nach Europa nur durch ganz bestimmte Schiffe durchgeführt werden dürfe.

22.07.2022:

Ausfuhrabkommen für Getreideexporte von Russland und der Ukraine unterzeichnet

Die Ukraine und Russland haben unter Mithilfe von Vermittlungsarbeit durch die UN das Abkommen unterzeichnet, welches dafür sorgen soll, dass bis zu 20 Millionen Tonnen Weizen und anderes Getreide aus der Ukraine durch das Schwarze Meer nach Europa und Nordafrika transportiert werden darf. Der Transport soll mittels eines humanitären Korridors stattfinden, indem Angriffe untersagt sind. In Erwartung der Unterzeichnung dieses Abkommens fielen bereits die Weizenpreise an nur einem Tag um 25€ pro Tonne.

12.07.2022:

USDA-Bericht vom Juli sorgt für deutlichen Preisrückgang bei Weizen und Raps

Am 12.07.2022 veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) den allmonatlichen USDA-Bericht. Aus den vorgenommenen angepassten Prognosen zu Produktions- und Handelsmengen sowie Verbräuchen und Endbeständen wurden auch Preisentwicklungen deutlich. Der Weizenpreis fiel nach Veröffentlichung um 18%. Teilweise waren aber auch Prognosen über einen positiven Ausgang der anstehenden Gespräche zwischen Russland und der Ukraine ein Grund dafür. Der Rapspreis fiel ebenso weiterhin deutlich und die Preise für Mais und Sojabohnen fielen zunächst, stabilisierten sich aber in den darauffolgenden Tagen. 

Alles im Detail finden Sie in einem gesonderten Artikel dazu: USDA-Bericht vom Juli – Marktplatz für Landwirte (agrimand.com)

Rapspreis fällt deutlich nach Veröffentlichung des USDA-Berichts für Juli (Weizenpreis ebenfalls)

04.07.2022: 

Getreidepreise im freien Fall – Werte wie vor dem Ukrainekrieg erreicht

Die Preise für Weizen, Mais und Gerste sind drastisch gefallen und haben fast wieder das Niveau von vor dem Kriegsbeginn erreicht. Grund dafür sei Russlands Bereitschaft mit der EU zusammenzuarbeiten, die Einwilligung ukrainisches Getreide auf dem Markt zuzulassen und die Bereitwilligkeit eigene Lebensmittel und Dünger für den Verkauf bereitzustellen. Eine Überlegung ist es, dass die EU ukrainisches Getreide kauft, die ukrainischen Landwirte Geld erhalten und dadurch wiederum in der Lage sind, selbst Saatgut und Düngemittel zu kaufen. Ländern, die besonders stark unter der Getreideknappheit leiden, könnte man auf diese Weise mit Lebensmittelspenden unterstützen.

02.07.2022:

Ausfälle der Getreideernte aufgrund von Dürre in Italien

In Italien herrscht die schlimmste Dürre seit 70 Jahren. Seen und Flüsse vertrocknen allmählich und es werden hinsichtlich Gerste, Weizen und Mais mit großen Ernteverlusten gerechnet. Das übt zusätzlichen Druck auf das ohnehin schon geringere globale Getreideangebot aus und treibt den Preis nach oben.

Mehr dazu in unserem ausführlichen Artikel: Ausfälle der Getreideernte aufgrund von Dürre in Italien – Marktplatz für Landwirte (agrimand.com)


30.06.2022:

Aktualisierte Anbaudaten sorgen für Preisfall

Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium hat die Anbaudaten für Getreide in den USA aktualisiert. Auf dieser Grundlage fielen zuerst die Preise für Weizen, Mais, Raps und Soja an der amerikanischen Börse und anschließend auch an der europäischen. Landwirte in den USA haben offenbar deutlich mehr Mais angebaut als zu erwarten war, da sie von den hohen Preisen dieses Getreides profitieren wollten. Fallende Weizenpreise liegen u.a. auch in Ankündigungen Russlands begründet, kooperationsbereit zu sein und mit der EU zusammenarbeiten zu wollen, um eine globale Nahrungskrise zu vermeiden.

28.06.2022:

Schlechterer Zustand der Getreidebestände in den USA sorgt für leichten Preisanstieg bei Weizen, Raps und Mais

Das heiße und trockene Wetter im Juni habe wohl negative Auswirkungen auf Mais und Sojabohnen gehabt, weshalb der Zustand der Ernte schlechter war als erwartet. An der Pariser Terminbörse MATIF stieg der Weizenpreis um 7€, der Preis für Mais um 3,50€ und der Rapspreis sogar um 16€. Ein weiterer Grund für den Anstieg der Preise seien steigende Zweifel an einem zustande kommenden Ausfuhrabkommen zwischen Ukraine und Russland. Vor Beginn des Krieges hatte die Ukraine den Großteil des Getreides über ihre Frachthäfen im Süden exportiert. Durch die russische Besetzung muss aber auf einen Transport per Zug oder über Donauhafen umgeschwenkt werden. Das zieht einen deutlichen Rückgang ukrainischer Getreideexporte nach sich.

Neben einem Preisansteig beim Mais, steigen ebenso die Preise von Weizen und Raps

23.06.2022:

Weizenpreise fallen deutlich

Überraschenderweise sind die Preise für Weizen wieder gefallen, obwohl befürchtet wird, dass die Ukraine als Siebtgrößter Weizen-Exporteur ausfallen wird, da die Ausfuhren durch die russische Belagerung nicht möglich sind. Von Mitte Mai bis zum 21.06.2022 konnte man aber einen Rückgang der Weizenpreise erkennen, sodass der US-Weizenpreis wieder bei 960 Cent pro Scheffel liegt und damit so niedrig ist wie seit Anfang März nicht mehr.

Dazu beigetragen habe auch die Erkenntnis, dass die Hitzewelle in Frankreich die Weizenernte wohl nicht so stark reduziert habe, wie zuvor angenommen. Außerdem ist ein Rückgang um 50% der Exporte aus der Ukraine gleichbedeutend mit 9 Mio. Tonnen weniger Weizenexporte. Demgegenüber zeichnet sich jedoch in Russland eine Rekordernte ab, die ca. 6 Mio. Tonnen größer sein soll als im Vorjahr und auch die EU plant Ausfuhren von 5 Mio. Tonnen mehr Weizen als im Vorjahr, wodurch der Export-Rückgang aus der Ukraine ausgeglichen werden kann.


Quellen:
(Göpfert, tagesschau.de, 23.06.2022, UN-Prognose zu Getreideernte: Warum Weizen wieder billiger wird | tagesschau.de)
(Grieger, top agrar, 22.07.2022, Ukrainekrieg: Abkommen für Getreideexport unterzeichnet​ | top agrar online)
(Zinke, agrarheute, 28.06.2022, Getreidepreise steigen wieder – Entscheiden Daten oder Emotionen? | agrarheute.com)
(Zinke, agrarheute, 30.06.2022, Getreidepreise fallen nach Anbaudaten – Weizen rutscht unter 350 Euro | agrarheute.com)
(Zinke, agrarheute, 02.07.2022, Italien: Getreideernte vertrocknet – Schlimmste Dürre seit 70 Jahren | agrarheute.com)
(Zinke, agrarheute, 04.07.2022, Getreidepreise stürzen dramatisch ab: Weizen fällt auf Vorkriegsniveau | agrarheute.com)
(Zinke, agrarheute, 25.07.2022, Getreidepreise steigen wieder: Raketen auf Odessa drehen Markt | agrarheute.com)
(Zinke, agrarheute, 27.07.2022, Getreidepreise steigen zweistellig – Dürre in Europa und Exportboom | agrarheute.com)