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Eine Woche nach der Veröffentlichung des USDA-Bericht vom November betrachten wir seine Auswirkungen auf den Getreidemarkt sowie auf die internationalen Terminbörsen. Der Schwerpunkt liegt auf den Entwicklungen rund um die wichtigsten Getreidesorten und Kulturpflanzen wie Weizen, Mais und Soja.

Globaler Anstieg der Weizenernte fortgesetzt

Mit einer Ausnahme im letzten Monat wurde die produzierte Weizenmenge in den letzten Monaten immer weiter angehoben und ist auch für den November wieder um 1 Millionen Tonnen nach oben korrigiert worden. Dieser Anstieg ist vor allem auf größere Erntemengen in Australien (+1,5 Mio. Tonnen), Kasachstan (+1 Mio. Tonnen) und Großbritannien (+0,8 Mio. Tonnen) zurückzuführen. In Australien wurde die prognostizierte Erntemenge derart erhöht, da es im letzten Monat zu deutlich mehr Regen kam als erwartet werden konnte und somit die Pflanzenentwicklung gefördert und Erträge erhöht wurden. Die starke Reduktion der Erntemenge in Argentinien konnte auf globaler Sicht mehr als ausgeglichen werden. Dort erwartet man 2 Millionen Tonnen weniger Weizen aufgrund der weiterhin anhaltenden Trockenphase, die für eine Reduktion der Erträge sorgt. In der EU wurde die prognostizierte Erntemenge für Hart- und Weichweizen ebenfalls insgesamt um 450.000 Tonnen nach unten korrigiert. Alle Werte für Russland und die Ukraine blieben unverändert.

Die prognostizierte Erntemenge an Weizen in Australien wurde aufgrund von überdurchschnittlichem Regenfall  im Oktober deutlich erhöht.

Weizenpreise weiterhin im freien Fall

Der Verbrauch von Weizen wurde ebenfalls um eine Millionen Tonnen nach oben korrigiert und auch der globale Handel wurde geringfügig um 0,3 Millionen Tonnen erhöht. Der höhere Verbrauch geht hier zu nahezu gleichen Teilen auf die Regionen in Südostasien sowie der EU zurück. Größere Exporte werden aufgrund der höheren Erntemengen von Australien, Kasachstan und Großbritannien erwartet und für Argentinien wird in ähnlichem Maße ein Rückgang der Exportaktivitäten aufgrund der schwächeren Ernte erwartet. Diese Entwicklungen haben den seit längerem fallenden Weizenpreis nicht aufgehalten. Bereits innerhalb von einer Woche vor der Veröffentlichung des USDA-Berichts ist der Weizenpreis um ca. 30 Euro pro Tonne von 358 auf 329 Euro gesunken und bis zum 14.11. ist er um weitere 4 Euro auf 325 Euro pro Tonne gefallen.

Maisernte ohne große Veränderung

Nach einer Korrektur von Minus 17 Millionen Tonnen prognostizierter Maisernte in den letzten 3 Monaten, hat sich die Vorhersage für die Erntemenge an Mais mittlerweile stabilisiert. Für den November wurde die prognostizierte Erntemenge lediglich um weitere 350.000 Tonnen reduziert. Die weitere Reduktion lässt sich zu einem großen Anteil auf die noch kleiner als bereits erwartet ausgefallene Maisernte in Ungarn zurückführen. Diese hat dafür gesorgt, dass die prognostizierte Erntemenge der EU um 1,4 Millionen Tonnen reduziert wurde. Aufgrund einer kleineren Fläche zum Maisanbau als erwartet, musste ebenfalls die Erntemenge in Südafrika um 600.000 Tonnen reduziert werden. Durch den USDA-Bericht vom November wurden zusätzlich die Erntemengen auf den Philippinen und in Nigeria heruntergesetzt. Demgegenüber steht aber auch ein starker Anstieg der Erntemenge in den USA (+ 0,9 Mio. Tonnen). Darüber hinaus wurden die prognostizierten Erntemengen in Angola, Mali, Pakistan und der Türkei ebenfalls angehoben. Wie auch beim Weizen, bleiben die Werte von Russland und der Ukraine auch in Bezug auf Mais unverändert. Des Weiteren wurden die prognostizierten weltweiten Importe um 1,4 Millionen Tonnen gesenkt. Der größte Rückgang mit 0,5 Millionen Tonnen weniger Importe wird dabei für Südost-Asien prognostiziert. Hinsichtlich des Verbrauchs wird im USDA-Bericht vom November jedoch ein Anstieg von 0,8 Millionen Tonnen vorhergesagt. Hinsichtlich dessen hat die EU den Verbrauch aufgrund der geringeren Erntemengen zurückgeschraubt und die Region in Südostasien aufgrund der geringeren Importe. USA und Kanada sollen aber jeweils 600.000 Tonnen mehr Mais verbrauchen. 

Der freie Fall des Maispreises der letzten Monat steht vielleicht kurz vor seinem Ende.

Absturz des Maispreises bald zuende?

Der Maispreis an der europäischen MATIF hat sich aufgrund dieser Entwicklungen ähnlich zu dem Weizenpreis entwickelt. Auch in Bezug auf Mais gab es seit dem 01.11. bereits einen rapiden Preissturz von 345 auf 324 Euro am 09.11. Die Veröffentlichung hat diese Entwicklung weder aufgehalten noch verschlimmert. Bis zum 14.11. ist der Maispreis weiter gesunken und befindet sich derzeit bei 318 Euo pro Tonne an der Pariser Terminbörse MATIF. Die Preisentwicklung an der Terminbörse CBOT in Chicago hat sich ähnlich zu der an der MATIF verhalten. Mit einer kleinen Verzögerung nach der Veröffentlichung des USDA-Berichts steigt allerdings seit dem 11.11. der Maispreis dort wieder. Da sich in der Vergangenheit häufig der Preis in Europa dem in den USA angepasst hat, kann vermutet werden, dass der Maispreis in Europa in den kommenden Tagen auch wieder ansteigt.

Nur geringe Veränderungen bei Sojabohnen

Der USDA-Bericht vom November zeigt nur wenige Veränderungen in Bezug auf Produktion, Handel und Verbrauch von Sojabohnen. Dafür jedoch sind die globale Endbestände um 1,5 Millionen Tonnen angewachsen.

Die prognostizierte Erntemenge geht auf globaler Sicht leicht um 0,4 Millionen Tonnen zurück. Alleine in Argentinien wird jedoch aufgrund der anhaltend trockenen Wetterbedingungen mit einem Produktionsrückgang von 1,5 Millionen Tonnen gerechnet. Der erwartete Anstieg von 0,9 Mio. Tonnen in den USA kann diesen globalen Trend im November nicht aufhalten. In Bezug auf Handel (Exporte von + 0,3 Mio. Tonnen) und Verbrauch (- 0,07 Mio. Tonnen) von Sojabohnen gibt es keine nennenswerten Entwicklungen. In Bezug auf die um 1,7 Millionen Tonnen steigenden Endbestände an Sojabohnen sollte erwähnt werden, dass alleine die Endbestände in China um mehr als 1 Millionen Tonnen nach oben korrigiert worden sind und in den USA ebenfalls um 0,6 Millionen Tonnen. In den USA lässt sich dieser Anstieg auf die höhere Erntemenge im November zurückführen. In Bezug auf den Sojapreis an der CBOT in den USA kann man festhalten, dass dieser stark schwankt. Zur Veröffentlichung des letzten USDA-Berichts im Oktober befand sich der Preis bei knapp unter 1.400 Cent pro Bushel. Momentan schwankt der Preis zwischen 1.430 und 1.460 Cent pro Bushel. Ein grundsätzlicher Aufwärtstrend lässt sich also erkennen. Der Rapspreis ist zunächst am 09.11. mit der Veröffentlichung des USDA-Berichts zusammen mit dem Sojapreis um 2,50 Euro pro Tonne gestiegen. in den 5 Folgetagen ist der Preis jedoch von 644 um 12 Euro auf 632 Euro pro Tonne gefallen und befindet sich weiterhin im Abwärtstrend.

Wenig Veränderungen hinsichtlich der Entwicklungen von Sojabohnen im November.

Was können Sie tun?

Den derzeitigen Preisentwicklungen auf den Terminbörsen zur Folge, kann man einen Aufwärtstrend bei Soja erkennen und auch bei Mais lässt sich vermuten, dass der europäische Preis an der MATIF dem Preis an der us-amerikanischen Terminbörse CBOT folgen wird und dementsprechend wieder ansteigt. Wenn Sie eine dieser Saatgutsorten für 2023 benötigen, können Sie sich die derzeit noch niedrigen Preise sichern. Auf agrimand können Sie zurzeit von günstigen Angeboten zum Festpreis Gebrauch machen. Im Webshop der MFG Deutsche Saatgut haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Sorten Mais- und Sojasaatgut zu einem günstigen Preis. Bis zum 30.11. gibt es sogar auf alle Sorten noch einen Rabatt von 6 Euro pro Einheit.

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Quellen:

(Kaack-Terminhandel, 14.11.2022, Weizenpreis – MATIF-Weizen – aktueller Weizenpreis (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 14.11.2022, MATIF-Mais – aktueller Maispreis | Maiskurs | Mais-Chart (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 14.11.2022, Rapspreis – MATIF-Raps – aktuelle Rapspreise | Rapskurs (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 14.11.2022, CBot-Sojabohnen – aktuelle Soja / Sojabohnenpreise | Sojakurse | Sojachart (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 14.11.2022, CBoT-Mais – aktueller Mais-Preis (kaack-terminhandel.de))
(US Department of Agriculture, WASDE Report | USDA)
(Zinke, Agrarheute, 09.11.22,Weizenpreise fallen nach USDA-Report – Mais und Soja steigen | agrarheute.com)