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Mit etwas Abstand zu der Veröffentlichung von dem USDA-Bericht vom September fassen wir die wichtigsten Entwicklungen des Getreidemarktes für Sie zusammen und ordnen diese für Sie ein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den wichtigsten Kulturpflanzen wie Weizen, Mais und Soja.

Erneut deutlicher Produktionsrückgang beim Mais

Nachdem bereits im August von einem Produktionsrückgang von 6 Millionen Tonnen weniger Mais als prognostiziert, berichtet wurde, wird die globale Maisernte im September erneut um 7 Millionen Tonnen nach unten korrigiert. Der Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in den trockenen und heißen Wetterbedingungen, die im August in den USA vorgeherrscht haben und die Maisernte erschweren werden. Alleine für die USA wird ein Produktionseinbruch von über 10 Millionen Tonnen vorhergesagt. Dies hatte zur Folge, dass auch die Endbestände der USA von 35,27 auf  30,95 Millionen Tonnen gesenkt und somit ein 10-Jahres-Tief erreicht wird. Auch die Anstiege der erwarteten Erntemengen in China (+ 3 Millionen Tonnen) und der Ukraine (+ 1,5 Millionen Tonnen) können den globalen Rückgang der Maisernte nicht mehr ausgleichen. Der Maiskurs an der europäischen Börse in Paris blieb zunächst überraschend stabil, stieg aber mit 10 Tagen Verspätung um 10 Euro von 328 auf 338,50 Euro pro Tonne.

Mais-Saatgut in den USA leidet unter dem trockenen und heißen Wetter.

Extreme Preisschwankungen bei Sojabohnen

Die weltweit prognostizierte Erntemenge von Sojabohnen wurde im USDA-Bericht vom September vom US-Landwirtschaftsministerium um ca. 3 Millionen Tonnen gesenkt. In den USA alleine handelt es sich sogar um einen Rückgang von über 4 Millionen Tonnen. Grund dafür ist auch wie schon beim Mais erwähnt, das anhaltend trockene und heiße Wetter in den westlichen Anbaugebieten der USA, welches das Erntepotenzial deutlich herabgesetzt hat. Damit wird laut USDA hinsichtlich Sojabohnen ein so niedriger Endbestand an Sojabohnen in den USA erreicht wie seit 7 Jahren nicht mehr. Nachdem im Vormonat ebenfalls ein Rückgang der Erntemenge für die europäische Union prognostiziert wurde, blieb dieser Wert im September jedoch unverändert. Der deutliche Produktionseinbruch in den USA hat sich sofort durch sehr stark steigende Preis an der Terminbörse in Chicago deutlich gemacht. Innerhalb von nur einem Tag stieg dort der Preis für ein Bushel um 76 Cent. Der europäische Rapspreis passte sich dem an und stieg ebenfalls zunächst um 7 Euro pro Tonne. Der Kurs für Sojabohnen schwankte in den folgenden Tagen sehr stark und fiel wieder um über 60 Cent pro Bushel, wodurch er sich letztendlich bei 10 Cent über dem Ausgangspreis von vor der Veröffentlichung des USDA-Berichts einpendelt. Auch der Rapspreis fiel in diesem Zeitraum zunächst um 35 Euro pro Tonne und stieg anschließend wieder um denselben Betrag, sodass er sich momentan bei rund 606 Euro pro Tonne eingependelt hat.

Starke Preisschwankungen bei Soja-Saatgut nach Ernterückgang in den USA.

Rekordernte in Russland sorgt für erneuten Produktionsanstieg beim Weizen

Durch den USDA-Bericht wurde die prognostizierte Erntemenge an Weizen weltweit um 4 Millionen Tonnen nach oben korrigiert nachdem bereits im letzten Monat ein Anstieg von 8 Millionen Tonnen ausgegeben wurde. Der erneute Anstieg der Erntemenge lässt sich auf steigende Produktionszahlen in Russland und der Ukraine zurückführen. Russland produziert 3 Millionen Tonnen mehr Weizen als angenommen und erreicht somit einen persönlichen Rekordwert. Auch die Ukraine wird im USDA-Bericht mit einem Produktionsanstieg von einer Millionen Tonnen aufgeführt. Die steigenden Weizenerträge haben zunächst zu einem Preisanstieg an der amerikanischen Terminbörse in Chicago geführt. Innerhalb einer Woche fiel der Weizenpreis dann aber um ganze 40 Cent pro Bushel. In den letzten Tagen hat sich der Preis wieder stabilisiert und befindet sich sogar etwas über dem Ausgangspreis von vor der Veröffentlichung des USDA-Berichts vom September. An der Pariser Terminbörse MATIF war ein ähnlicher Ablauf zu erkennen. Innerhalb der ersten Woche nach der Veröffentlichung fiel der Weizenpreis von 337 auf 325 Euro pro Tonne, stieg aber zuletzt wieder und befindet sich momentan sogar bei 346 Euro.

Was können Sie tun?

Der Markt ist wie so häufig in den letzten Monaten sehr schwer zu berechnen. Normalerweise wurde mit einem Anstieg der Maisproduktion weltweit gerechnet, um die starken Verluste auszugleichen, die durch die geringeren Ernte- bzw. Exportmengen aus der Ukraine hervorgerufen wurden. In den USA gibt es jedoch einen unvorhergesehenen Einbruch der Erntemengen und die globalen Preise schwanken enorm.

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Quellen:

(Kaack-Terminhandel, 26.09.2022, Weizenpreis – MATIF-Weizen – aktueller Weizenpreis (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 26.09.2022, MATIF-Mais – aktueller Maispreis | Maiskurs | Mais-Chart (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 26.09.2022, Rapspreis – MATIF-Raps – aktuelle Rapspreise | Rapskurs (kaack-terminhandel.de))
(Kaack-Terminhandel, 26.09.2022, CBot-Sojabohnen – aktuelle Soja / Sojabohnenpreise | Sojakurse | Sojachart (kaack-terminhandel.de))
(US Department of Agriculture, WASDE Report | USDA)
(Zinke, Agrarheute, 12.09.22, Sojapreise gehen durch die Decke – Getreidemarkt in Aufruhr | agrarheute.com)